UsabilityArtikel
Phrase oder Ziel eines jeden Projekts?
Das hinter Benutzerfreundlichkeit (Usability) noch viel mehr steckt, als die schiere Auflistung unendlicher Funktionen, sollte mitlerweile den meißten klar sein. Doch stellt sich immer wieder die Frage, wie Usability genau aussieht. Ich möchte hier in 13 Punkten Beispiele erläutern, "was man so alles falsch machen kann" bei der Erstellung einer eigenen Website.
Einleitung
Die eigene Homepage - endlich ist sie fertig. Man hofft auf die ersten Besucher, doch die Statistik sagt etwas anderes: Verschwindent geringe Besucherzahlen und ein vereinsamtes, leeres Gästebuch.
Private Homepages scheinen mitlerweile OUT zu sein. Zu viele uninteressante Webseiten werden kombiniert mit einem schlechten Design und zu vielen nervigen Spielereien.
Möchte man die Besucher gar zum wiederkommen animieren, genügt der Lebenslauf und die blosse Auflistung der Interessen sicher nicht. Es muss handhester Inhalt auf die Website, der angenehm zu konsumieren ist. Den Inhalt sollte man mit seinen Interessen abwiegen, stylistisch sollte man allerdings einige Grundregeln einhalten, damit der Besuch der Website nicht zu einer Tortur wird.
Wichtig
Man muss dem Besucher nicht beweisen, was man alles kann, sondern wie man es kann.
Anders formuliert:
Die Website sollte nicht mit all dem überladen werden, was einem in die Griffel kommt. Es kommt auf das Gesamtbild an.
1. Adresse
2. Werbung
3. Under Construction und Deadlinks
4. wechselndes Layout
5. Schriften
6. Flash
7. Verschiedene Browser
8. Effekte
9. Ladezeit
10. Frames
11. Grafiken und animierte Gifs
12. Statuszeile
13. Oncontext-Menü- und Quelltext-Schutz
1. Adresse
Eine Website mit der URL
http://www.anbieter.de/members/047px16/index.html
ist schlecht zu merken und lässt sofort auf die Professionalität der Seite schließen. Ein einigermaßen gutes Zwischending wäre der Service http://nic.de.vu. Dort erhält man eine Weiterleitung auf http://www.anbieter.de/members/047px16/index.htm und das kostenlos. Der Surfer muss sich dann nur noch http://name.de.vu merken. So wirkt die Seite schon etwas professioneller.
Es wird aber keiner auf die Idee kommen diese Adresse, ohne darauf gestoßen zu werden (Suchmaschinen, Linklisten, Mund zu Mund Propaganda), einzutippen. Deswegen sind Topleveldomains nach dem Motte http://meinname.de schon besser.
Die Seite scheint im ersten Moment professionell (bei einem intelligenten Namen) und mit Glück und einem guten Namen wird sogar jemand in die Adresszeile des Browsers die URL eintippen. Damit das passiert, sollte die Adresse kurz und knackig sein, aber auch Sinn ergeben.
Was, wenn ihr auf www.pc-intern.com keine Seite über PC-Technische Themen, sondern über eine Baggerfirma findet? Ihr würdet wieder gehen. Die Baggerfirma ist im ersten Moment froh, sie hätte relativ hohen Traffic, aber wie sieht es mit den Kunden aus? Die werden sich nicht auf diese Seite verirren, ergo wird die Baggerfirma relativ wenig Geschäfte abwickeln.
2. Werbung
Man kann auch über Bannerwerbung Geld verdienen. Doch auch hier kann man Fehler machen. Nehmen wir wieder das Beispiel mit der Baggerfirma. Die Baggerfirma hat leider nicht mehr die Domain www.pc-intern.com bekommen. Dafür will sie jetzt Werbung auf der Page von www.pc-intern.com schalten. Der Webmaster von www.pc-intern.com würde das Angebot sicher ablehnen.
Warum? Der Webmaster von pc-intern.com hätte sicher genug Surferfahrung, um zu wissen, dass die Besucher sich gestört fühlen durch Werbung, wenn sie nicht zum Angebot passt. Er schaltet lieber Werbung von themenverwandten Sites auf seiner Page. Eine ähnliche Möglichkeit sind Sponsoren.
Der Rest der Werbung gestaltet sich durch Textlinks und statische Banner, denn Surfer klicken oft nur auf Werbung, wenn sie nicht merken, dass es welche ist. Hier sollte man allerdings zwischen zwei Möglichkeiten des Täuschens unterscheiden:
Fakebanner
Fakebanner sind mitlerweile total "out". Diese suggerieren dem Besucher eine Windowsmeldung, meißt mit Buttons, wie "ja", "nein", "abrechen" u.ä. windowstypische Popups.
Sie täuschen damit Surfanfänger, der danach oft verwirrt und verärgert das Fenster wieder schließen. Außerdem nerven diese ständigen Animationen.
Statische Banner/Textlinks
Passend gestaltet klicken Surfer auch auf solche Banner, weil sie denken, dass sie zum Angebot gehören (sofern sie geschickt platziert sind und nicht unter einem Menüpunkt, wie "Links" oder "Partner" zu finden sind) und mehr Infos zum Thema suchen.
Hier sollte man aber auch ehrlich sein und nicht mit Werbebannern arbeiten, die Aufschriften haben, wie "Mehr Infos zu diesme Thema hier" usw... Schließlich muss der Webmaster auch halten, was er auf dem Banner verspricht, denn sonst kommen die Besucher nicht wieder (fühlen sich betrogen).
3. Under Construction und Deathlinks
Seiten einer Page, die auf eine berühmt berüchtigte "Under Construction"-Seite führen, werden genauso geliebt wie Deadlinks (nicht funktionierende Verweise). Ob eine Website Deadlinks hat, kann man unter webmasterplan.de überprüfen.
Wenn ihr eine Rubrik noch nicht fertig habt, dann erzählt man entweder überhaupt nichts von der Rubrik, bis sie online ist, lässt also den Punkt vällig aus dem Menü oder man setzt schon den Punkt im Menü und macht daraus keinen Link und macht die Farbe des Menüpunktes etwas diskreter, dass er als noch nicht vorhanden identifiziert werden kann. Außerdem ist es immer besser, zu sagen was man schon hat, statt zu sagen, was man noch machen möchte.
4. wechselndes Layout
Man sollte sein Layout statisch gestalten. Statisch in dem Sinne, dass man möglichst immer das gleiche Gerüst nimmt. Schrift-, und Hintergrundfarbe sollten nur in besonderen Situationen geänert werden.. Man sollte in der Regel maximal 3 verschiedene Schriften auf einer Website haben. Die kann man schließlich noch mit den verschiedensten Befehlen formatieren.
Wenn man das Layout zu sehr ändert, denkt der Besucher, er sei auf einmal auf einer anderen Seite gelandet. Zudem muss er sich immer wieder neu zurechtfinden.
Das Menü beispielsweise gehört immer an die gleiche Stelle.
5. Schriften
Wie schon oben erwähnt sollte man maximal 3 Schriften wählen.
Bei denen sollte man drauf achten, dass sie auch jeder installiert hat. Nicht jeder hat die gesamte Font-Sammlung von Word installiert. Man sollte auch darauf achten, dass die Schriften nicht solche kleinen Häkchen haben. Ausgedruckt wirkt das vielleicht schön, aber am Bildschirm schmerzen einem mit der Zeit die Augen. Benutzt serifenlose Schriften. Folgende Schriftenarten bzw. Schrifttypen kann man bedenkenlos nutzen:
Verdana
Arial
Sans-Serif
Außerdem hat sich ein sogenanntes Schriftenbundle bewährt. So kann man eine Schriftart angeben, ein Komma setzen und dann eine Alternativschrift angeben, die benutzt wird, falls die Schrift davor nicht auf dem Rechner des Besuchers vorhanden ist. Folgende Schriften haben sich für ein Bundle bewährt:
Verdana, Arial, Helvetica, Sans-Serif
Sans-Serif bedeutet eigentlich nur, dass, sollten die vorher angegebenen Schriften alle nicht auf dem Rechner installiert sein, soll der Browser zumindest eine serifenlose Schrift anzeigen. Möchte man stattdessen eine Schrift mit kleine Kapitälchen anzeigen lassen, schreibt man nur Serif. Das wäre dann eine Schrift, die der Times New Roman entspricht.
6. Flash
Flash ist eine schöne Erfindung:
Man kann geniale Animationen kilobytegroß erstellen. Da muss es doch einen Haken geben. Tja, und den gibt es leider auch, denn Flash baut auf Active X auf.
Mit Active X und einigen Scripts kann man den Rechner des Surfers fernsteuern. Man kann Screenshots von dem Desktop machen, den Rechner runterfahren usw... Alles, was ein normaler Trojaner auch kann, nur: Active X wird gleich mit dem Internet Explorer installiert, so ist sozusagen der Trojaner schon auf dem Rechner, der nur noch aktiviert werden muss.
Deswegen schalten viele aus Sicherheitsgründen Active X aus - und Flash somit auch. Viele haben das Flashplugin gar nicht installiert und wollen das auch nicht oder sie wissen einfach nicht wie man es installiert.
Es gibt auch noch viele, die mit älteren Rechnern durchs Netz der Netze surfen. Das ist keine Schande und auch auf die sollte man wenn möglich Rücksicht nehmen.
Es gibt also 2 Möglichkeiten:
Entweder man verzichtet komplett auf Flash oder
man lässt dem Surfer die Wahl, ob er sich die Seite mit Flash angucken will oder nicht. Man muss also die Seite auch noch einmal ohne Flash rein in HTML programmieren.
Wenn man auf diesen Teil der Surfer keine Rücksicht nimmt, sperrt man eine Menge Besucher aus.
7. Verschiedene Browser
Internet Explorer - der wohl bekannteste und meistgenutzte Browser, den es gibt. Über 80% aller Surfer benutzen ihn. Warum dann auf die anderen Browser optimieren? Das ist doch viel zu viel Arbeit.
Tja, vernünftige Gründe, dennoch es gibt ebenso gute, wenn nicht bessere Gründe, die das Gegenteil untermauern.
Tja, hier ist das so eine Sache. Hier kommt es darauf an, was eine Seite anbietet. Wenn es eine Multimediaseite ist, sind Effekte und Animationen angebracht, ist es dagegen eine Website, die z.B. ein Altersheim (oder ähnliches, was Seriösität austrahlen soll, wie z.B. professionelle IT-Seiten) präsentiert anbietet, wäre z.B. eine Flashanimation unangebracht.
Man muss dem Surfer nicht beweisen, was man kann. Ihn interessiert es nicht, ob der Webmaster mit Flash umgehen kann oder nicht. Er möchte möglichst schnell an seine Informationen kommen. Schließlich kostet ein langes Intro oder ein großes Javaapplet Zeit. Nicht jeder hat eine Flatrate, da kostet jede Minute Geld.
9. Ladezeit
5 Sekunden...es erscheint ein Bild...nochmal 5 Sekunden...noch ein Bild..aha, das Banner von der Seite, ich bin hier also schonmal richtig...50 Sekunden..."Ich geh gleich wieder"...60 Sekunden...Ein Popup...klick weg...noch ein Popup...klick weg...2 Minuten...auf einmal erscheint eine 2 Kilometerlange Seite...
Warum das in diesem Szenario so lange dauerte und sich nicht eins nach dem anderen aufgebaut hat? Fast die gesamte Seite wurde in einer einzigen riesigen Tabelle verschachtelt. Tabellen zeigen erst den Inhalt, wenn dieser komplett geladen wurde. Zufälligerweise waren auf der Seite auf dem ersten Kilometer nur Werbebanner. Die mussten alle erst geladen werden. Dazu ist auch noch der Server extrem langsam.
Der Surfer hat noch Modem und surft mit nur 33.6 Kilobits (immer noch unschätzbar viele, denn das analoge Telefonnetz von der Telekom bremst selbst 56 Kilobit Modems auf 33.6 runter, dazu kommen noch langsame Server usw.) durchs Netz. Der Rest der Seite war schlecht programmiert. Einiges im Quelltext editiert, einiges im WYSIWYG-Editor. Ein Javaapplet, mehrere javascripts und eine Flashanimation runden das ganze noch ab.
Der Surfer sieht auf dem ersten Blick nur die Werbebanner und meterlange horizontale Scrollbalken, weil er noch (was für ein Verbrechen) einen 15 Zoll Monitor hat und mit einer Auflösung von 800x600 surft. Abschließend erscheint der Satz "Optimiert für den Browser ab Version sowieso".
Spätestens ab diesem Zeitpunkt schließt der genervte Besucher das Browserfenster.
Dies ist kein Witz, dass ist trauriger Alltag vieler Internetsurfer. Vielleicht nicht so extrem komprimiert, aber in einzelnen Elementen sehr oft vertreten.
Der Webmaster sitzt zuhause an einem 2500 Mhz PC mit einem 25 Zoll Monitor und einer 2 Mbit Standleitung und freut sich, dass er eine so tolle Website gemacht hat.
Die Ladezeiten sollten also auf erträgliches Maß reduziert werden. Was für tatsächliche Ladezeiten auftreten kann man unter webmasterplan.de überprüfen.
10. Frames
Verwende nie mehr als 3 Frames. NIE!!!
Der Besucher wird verwirrt, wenn mehr als 3 Frames auf der Seite sind. Er weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Bis er sich an das extravagante Layout gewöhnt hat, verstreicht wertvolle Zeit. Zeit, die er lieber in eine Seite investiert, die intelligenter gestaltet ist
Man sollte in den Frames den Scrollbalken zulassen. Man sollte nicht pauschal von der Darstellung auf einem heimischen PC ausgehen.
11. Grafiken und animierte Gifs
Wenn man Grafiken benutzt, dann nur, damit sie etwas von der Seite unterstreichen oder das Design nicht so eintönig ist. Die Grafiken sollten aber thematisch zu der Website und der Rubrik passen(siehe Werbebanner).
Man sollte nicht zu viele animierte Gifs benutzen. Sie sind manchmal ganz witzig, aber nur manchmal. Ein Menü komplett aus animierten Gifs zu gestalten ist unprofessionell, denn Anigifs verwirren den Surfer. Alles bewegt sich, es gibt nichts festes mehr, an das sich der Besucher halten kann. Ab und zu ein Anigif zur Abwechslung ist OK, aber man sollte das nicht zur Gewohnheit werden lassen.
Man sollte auch darauf achten, dass Grafiken nicht zu groß auf die Website geladen werden. Die Dateigröße kann man unter anderem durch reduzieren der Farbtiefe, reduzieren der Bildgröße und wechseln des Formates verringern.
Bei Grafiken mit transparentem Hintergrund oder Animation, ist das GIF-Format der Sieger.
Bei Grafiken mit wenig Farbtiefe sollte man das PNG-Format wählen.
Bei Grafiken mit hoher Farbtiefe das JPG-Format (hier auch mit der Prozentzahl der Komprimierung experimentieren).
Verwendung des alt-Attribute für alle Grafiken.
Verwendung der width-und height-Attribute, damit die Bilder schneller geladen werden können.
Muss man manchmal wirklich eine große Grafik zeigen, sollte man Thumbnails benutzen. Das sind kleine Vorschaubilder, die als Link zu der großen Grafik dienen.
12. Statuszeile
Es sollten keine Animationen unten in der Statuszeile benutzt werden. An ihr kann normalerweise der Surfer erkennen, ob noch etwas geladen wird. Solche Spielereien fallen nur negativ auf.
13. Oncontext-Menü- und Quelltext-Schutz
Es ist verständlich, dass man mit der Zeit stolz auf seine Seite geworden ist und man nicht möchte, dass deren Inhalte auf jede Provinzseite kopiert wird. Es gibt Tricks, die das verhindern sollen, z.B. das Oncontext-Menü beim Klick der rechten Maustaste blockieren oder Quelltextverschlüsselung.
Diese Maßnahmen werden aber immer öfter kritisiert. Wichtige Funktionen werden unterdrückt oder es dauert länger die Website zu laden, weil erst der Quelltext wegen der Verschlüsselung richtig gelesen werden muss. Dazu wirkt es kindisch, wenn man um jeden Preis seinen Inhalt "beschützen" möchte, da man den Schutz oftmals leicht umgehen kann. Man sollte stolz darauf sein, wenn jemand den Inhalt kopieren möchte. Das heißt natürlich nicht, dass wenn man eine Website mit dem eigenen Inhalt entdeckt, dass man das tolerieren muss. Nach einer Abmahnung nehmen die Betreiber in der Regel die Inhalte wieder von der Page. Sollten sie das aber trotz der Abmahnung nicht gemacht haben, kann man immer noch mit gerichtlichen Schritte drohen bzw. eingehen.
[img]http://vg00.met.vgwort.de/na/b0dddd7a2ffa38c6fe07[/img]
Einleitung
Die eigene Homepage - endlich ist sie fertig. Man hofft auf die ersten Besucher, doch die Statistik sagt etwas anderes: Verschwindent geringe Besucherzahlen und ein vereinsamtes, leeres Gästebuch.
Private Homepages scheinen mitlerweile OUT zu sein. Zu viele uninteressante Webseiten werden kombiniert mit einem schlechten Design und zu vielen nervigen Spielereien.
Möchte man die Besucher gar zum wiederkommen animieren, genügt der Lebenslauf und die blosse Auflistung der Interessen sicher nicht. Es muss handhester Inhalt auf die Website, der angenehm zu konsumieren ist. Den Inhalt sollte man mit seinen Interessen abwiegen, stylistisch sollte man allerdings einige Grundregeln einhalten, damit der Besuch der Website nicht zu einer Tortur wird.
Wichtig
Man muss dem Besucher nicht beweisen, was man alles kann, sondern wie man es kann.
Anders formuliert:
Die Website sollte nicht mit all dem überladen werden, was einem in die Griffel kommt. Es kommt auf das Gesamtbild an.
1. Adresse
2. Werbung
3. Under Construction und Deadlinks
4. wechselndes Layout
5. Schriften
6. Flash
7. Verschiedene Browser
8. Effekte
9. Ladezeit
10. Frames
11. Grafiken und animierte Gifs
12. Statuszeile
13. Oncontext-Menü- und Quelltext-Schutz
1. Adresse
Eine Website mit der URL
http://www.anbieter.de/members/047px16/index.html
ist schlecht zu merken und lässt sofort auf die Professionalität der Seite schließen. Ein einigermaßen gutes Zwischending wäre der Service http://nic.de.vu. Dort erhält man eine Weiterleitung auf http://www.anbieter.de/members/047px16/index.htm und das kostenlos. Der Surfer muss sich dann nur noch http://name.de.vu merken. So wirkt die Seite schon etwas professioneller.
Es wird aber keiner auf die Idee kommen diese Adresse, ohne darauf gestoßen zu werden (Suchmaschinen, Linklisten, Mund zu Mund Propaganda), einzutippen. Deswegen sind Topleveldomains nach dem Motte http://meinname.de schon besser.
Die Seite scheint im ersten Moment professionell (bei einem intelligenten Namen) und mit Glück und einem guten Namen wird sogar jemand in die Adresszeile des Browsers die URL eintippen. Damit das passiert, sollte die Adresse kurz und knackig sein, aber auch Sinn ergeben.
Was, wenn ihr auf www.pc-intern.com keine Seite über PC-Technische Themen, sondern über eine Baggerfirma findet? Ihr würdet wieder gehen. Die Baggerfirma ist im ersten Moment froh, sie hätte relativ hohen Traffic, aber wie sieht es mit den Kunden aus? Die werden sich nicht auf diese Seite verirren, ergo wird die Baggerfirma relativ wenig Geschäfte abwickeln.
2. Werbung
Man kann auch über Bannerwerbung Geld verdienen. Doch auch hier kann man Fehler machen. Nehmen wir wieder das Beispiel mit der Baggerfirma. Die Baggerfirma hat leider nicht mehr die Domain www.pc-intern.com bekommen. Dafür will sie jetzt Werbung auf der Page von www.pc-intern.com schalten. Der Webmaster von www.pc-intern.com würde das Angebot sicher ablehnen.
Warum? Der Webmaster von pc-intern.com hätte sicher genug Surferfahrung, um zu wissen, dass die Besucher sich gestört fühlen durch Werbung, wenn sie nicht zum Angebot passt. Er schaltet lieber Werbung von themenverwandten Sites auf seiner Page. Eine ähnliche Möglichkeit sind Sponsoren.
Der Rest der Werbung gestaltet sich durch Textlinks und statische Banner, denn Surfer klicken oft nur auf Werbung, wenn sie nicht merken, dass es welche ist. Hier sollte man allerdings zwischen zwei Möglichkeiten des Täuschens unterscheiden:
Fakebanner
Fakebanner sind mitlerweile total "out". Diese suggerieren dem Besucher eine Windowsmeldung, meißt mit Buttons, wie "ja", "nein", "abrechen" u.ä. windowstypische Popups.
Sie täuschen damit Surfanfänger, der danach oft verwirrt und verärgert das Fenster wieder schließen. Außerdem nerven diese ständigen Animationen.
Statische Banner/Textlinks
Passend gestaltet klicken Surfer auch auf solche Banner, weil sie denken, dass sie zum Angebot gehören (sofern sie geschickt platziert sind und nicht unter einem Menüpunkt, wie "Links" oder "Partner" zu finden sind) und mehr Infos zum Thema suchen.
Hier sollte man aber auch ehrlich sein und nicht mit Werbebannern arbeiten, die Aufschriften haben, wie "Mehr Infos zu diesme Thema hier" usw... Schließlich muss der Webmaster auch halten, was er auf dem Banner verspricht, denn sonst kommen die Besucher nicht wieder (fühlen sich betrogen).
3. Under Construction und Deathlinks
Seiten einer Page, die auf eine berühmt berüchtigte "Under Construction"-Seite führen, werden genauso geliebt wie Deadlinks (nicht funktionierende Verweise). Ob eine Website Deadlinks hat, kann man unter webmasterplan.de überprüfen.
Wenn ihr eine Rubrik noch nicht fertig habt, dann erzählt man entweder überhaupt nichts von der Rubrik, bis sie online ist, lässt also den Punkt vällig aus dem Menü oder man setzt schon den Punkt im Menü und macht daraus keinen Link und macht die Farbe des Menüpunktes etwas diskreter, dass er als noch nicht vorhanden identifiziert werden kann. Außerdem ist es immer besser, zu sagen was man schon hat, statt zu sagen, was man noch machen möchte.
4. wechselndes Layout
Man sollte sein Layout statisch gestalten. Statisch in dem Sinne, dass man möglichst immer das gleiche Gerüst nimmt. Schrift-, und Hintergrundfarbe sollten nur in besonderen Situationen geänert werden.. Man sollte in der Regel maximal 3 verschiedene Schriften auf einer Website haben. Die kann man schließlich noch mit den verschiedensten Befehlen formatieren.
Wenn man das Layout zu sehr ändert, denkt der Besucher, er sei auf einmal auf einer anderen Seite gelandet. Zudem muss er sich immer wieder neu zurechtfinden.
Das Menü beispielsweise gehört immer an die gleiche Stelle.
5. Schriften
Wie schon oben erwähnt sollte man maximal 3 Schriften wählen.
Bei denen sollte man drauf achten, dass sie auch jeder installiert hat. Nicht jeder hat die gesamte Font-Sammlung von Word installiert. Man sollte auch darauf achten, dass die Schriften nicht solche kleinen Häkchen haben. Ausgedruckt wirkt das vielleicht schön, aber am Bildschirm schmerzen einem mit der Zeit die Augen. Benutzt serifenlose Schriften. Folgende Schriftenarten bzw. Schrifttypen kann man bedenkenlos nutzen:
Verdana
Arial
Sans-Serif
Außerdem hat sich ein sogenanntes Schriftenbundle bewährt. So kann man eine Schriftart angeben, ein Komma setzen und dann eine Alternativschrift angeben, die benutzt wird, falls die Schrift davor nicht auf dem Rechner des Besuchers vorhanden ist. Folgende Schriften haben sich für ein Bundle bewährt:
Verdana, Arial, Helvetica, Sans-Serif
Sans-Serif bedeutet eigentlich nur, dass, sollten die vorher angegebenen Schriften alle nicht auf dem Rechner installiert sein, soll der Browser zumindest eine serifenlose Schrift anzeigen. Möchte man stattdessen eine Schrift mit kleine Kapitälchen anzeigen lassen, schreibt man nur Serif. Das wäre dann eine Schrift, die der Times New Roman entspricht.
6. Flash
Flash ist eine schöne Erfindung:
Man kann geniale Animationen kilobytegroß erstellen. Da muss es doch einen Haken geben. Tja, und den gibt es leider auch, denn Flash baut auf Active X auf.
Mit Active X und einigen Scripts kann man den Rechner des Surfers fernsteuern. Man kann Screenshots von dem Desktop machen, den Rechner runterfahren usw... Alles, was ein normaler Trojaner auch kann, nur: Active X wird gleich mit dem Internet Explorer installiert, so ist sozusagen der Trojaner schon auf dem Rechner, der nur noch aktiviert werden muss.
Deswegen schalten viele aus Sicherheitsgründen Active X aus - und Flash somit auch. Viele haben das Flashplugin gar nicht installiert und wollen das auch nicht oder sie wissen einfach nicht wie man es installiert.
Es gibt auch noch viele, die mit älteren Rechnern durchs Netz der Netze surfen. Das ist keine Schande und auch auf die sollte man wenn möglich Rücksicht nehmen.
Es gibt also 2 Möglichkeiten:
Entweder man verzichtet komplett auf Flash oder
man lässt dem Surfer die Wahl, ob er sich die Seite mit Flash angucken will oder nicht. Man muss also die Seite auch noch einmal ohne Flash rein in HTML programmieren.
Wenn man auf diesen Teil der Surfer keine Rücksicht nimmt, sperrt man eine Menge Besucher aus.
7. Verschiedene Browser
Internet Explorer - der wohl bekannteste und meistgenutzte Browser, den es gibt. Über 80% aller Surfer benutzen ihn. Warum dann auf die anderen Browser optimieren? Das ist doch viel zu viel Arbeit.
Tja, vernünftige Gründe, dennoch es gibt ebenso gute, wenn nicht bessere Gründe, die das Gegenteil untermauern.
- Viele Surfer, vor allem die das Internet exzessiv nutzen, haben ein ideologisches Problem mit Microsoft. Diese nutzen andere Browser auch als Protest gegen Microsoft . Sie kennen aber auch die Vorteile der alternativen Browser.
- Wenn die Webmaster weiterhin nur noch für den Internet Explorer optimieren, wird Microsoft sein Monopol im Browsermarkt dahingehend ausbreiten, dass die anderen Browser aussterben. Dann ist es nicht auszuschließen, dass man in Zukunft für den Internet Explorer zahlen muss. Es gibt ja keine Alternative. Wenn sich dann noch jemand traut ein Konkurrenzprodukt zu veröffentlichen das besser, schneller, kleiner und kostenlos ist, dann wird Microsoft die Konkurrenz sofort im Keim ersticken.
- Wer nach dem Browser Opera optimimiert, kann, wenn etwas in anderen Browsern nicht richtig dargestellt wird, darauf hinweisen, dass er sich streng an den Standard hält und die Surfer einen Browser nutzen, der die Standards nicht einhält. Opera hält sich nämlich extrem streng an dem Standart des W3C. Momentan scheint allerdings der Mozilla Firebird viel an Benutzern aufzuholen und ist um einiges intuitiver zu bedienen als der, wohl eher an Entwickler gerichtete, Opera-Browser.
Tja, hier ist das so eine Sache. Hier kommt es darauf an, was eine Seite anbietet. Wenn es eine Multimediaseite ist, sind Effekte und Animationen angebracht, ist es dagegen eine Website, die z.B. ein Altersheim (oder ähnliches, was Seriösität austrahlen soll, wie z.B. professionelle IT-Seiten) präsentiert anbietet, wäre z.B. eine Flashanimation unangebracht.
Man muss dem Surfer nicht beweisen, was man kann. Ihn interessiert es nicht, ob der Webmaster mit Flash umgehen kann oder nicht. Er möchte möglichst schnell an seine Informationen kommen. Schließlich kostet ein langes Intro oder ein großes Javaapplet Zeit. Nicht jeder hat eine Flatrate, da kostet jede Minute Geld.
9. Ladezeit
5 Sekunden...es erscheint ein Bild...nochmal 5 Sekunden...noch ein Bild..aha, das Banner von der Seite, ich bin hier also schonmal richtig...50 Sekunden..."Ich geh gleich wieder"...60 Sekunden...Ein Popup...klick weg...noch ein Popup...klick weg...2 Minuten...auf einmal erscheint eine 2 Kilometerlange Seite...
Warum das in diesem Szenario so lange dauerte und sich nicht eins nach dem anderen aufgebaut hat? Fast die gesamte Seite wurde in einer einzigen riesigen Tabelle verschachtelt. Tabellen zeigen erst den Inhalt, wenn dieser komplett geladen wurde. Zufälligerweise waren auf der Seite auf dem ersten Kilometer nur Werbebanner. Die mussten alle erst geladen werden. Dazu ist auch noch der Server extrem langsam.
Der Surfer hat noch Modem und surft mit nur 33.6 Kilobits (immer noch unschätzbar viele, denn das analoge Telefonnetz von der Telekom bremst selbst 56 Kilobit Modems auf 33.6 runter, dazu kommen noch langsame Server usw.) durchs Netz. Der Rest der Seite war schlecht programmiert. Einiges im Quelltext editiert, einiges im WYSIWYG-Editor. Ein Javaapplet, mehrere javascripts und eine Flashanimation runden das ganze noch ab.
Der Surfer sieht auf dem ersten Blick nur die Werbebanner und meterlange horizontale Scrollbalken, weil er noch (was für ein Verbrechen) einen 15 Zoll Monitor hat und mit einer Auflösung von 800x600 surft. Abschließend erscheint der Satz "Optimiert für den Browser ab Version sowieso".
Spätestens ab diesem Zeitpunkt schließt der genervte Besucher das Browserfenster.
Dies ist kein Witz, dass ist trauriger Alltag vieler Internetsurfer. Vielleicht nicht so extrem komprimiert, aber in einzelnen Elementen sehr oft vertreten.
Der Webmaster sitzt zuhause an einem 2500 Mhz PC mit einem 25 Zoll Monitor und einer 2 Mbit Standleitung und freut sich, dass er eine so tolle Website gemacht hat.
Die Ladezeiten sollten also auf erträgliches Maß reduziert werden. Was für tatsächliche Ladezeiten auftreten kann man unter webmasterplan.de überprüfen.
10. Frames
Verwende nie mehr als 3 Frames. NIE!!!
Der Besucher wird verwirrt, wenn mehr als 3 Frames auf der Seite sind. Er weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Bis er sich an das extravagante Layout gewöhnt hat, verstreicht wertvolle Zeit. Zeit, die er lieber in eine Seite investiert, die intelligenter gestaltet ist
Man sollte in den Frames den Scrollbalken zulassen. Man sollte nicht pauschal von der Darstellung auf einem heimischen PC ausgehen.
11. Grafiken und animierte Gifs
Wenn man Grafiken benutzt, dann nur, damit sie etwas von der Seite unterstreichen oder das Design nicht so eintönig ist. Die Grafiken sollten aber thematisch zu der Website und der Rubrik passen(siehe Werbebanner).
Man sollte nicht zu viele animierte Gifs benutzen. Sie sind manchmal ganz witzig, aber nur manchmal. Ein Menü komplett aus animierten Gifs zu gestalten ist unprofessionell, denn Anigifs verwirren den Surfer. Alles bewegt sich, es gibt nichts festes mehr, an das sich der Besucher halten kann. Ab und zu ein Anigif zur Abwechslung ist OK, aber man sollte das nicht zur Gewohnheit werden lassen.
Man sollte auch darauf achten, dass Grafiken nicht zu groß auf die Website geladen werden. Die Dateigröße kann man unter anderem durch reduzieren der Farbtiefe, reduzieren der Bildgröße und wechseln des Formates verringern.
Bei Grafiken mit transparentem Hintergrund oder Animation, ist das GIF-Format der Sieger.
Bei Grafiken mit wenig Farbtiefe sollte man das PNG-Format wählen.
Bei Grafiken mit hoher Farbtiefe das JPG-Format (hier auch mit der Prozentzahl der Komprimierung experimentieren).
Verwendung des alt-Attribute für alle Grafiken.
Verwendung der width-und height-Attribute, damit die Bilder schneller geladen werden können.
Muss man manchmal wirklich eine große Grafik zeigen, sollte man Thumbnails benutzen. Das sind kleine Vorschaubilder, die als Link zu der großen Grafik dienen.
12. Statuszeile
Es sollten keine Animationen unten in der Statuszeile benutzt werden. An ihr kann normalerweise der Surfer erkennen, ob noch etwas geladen wird. Solche Spielereien fallen nur negativ auf.
13. Oncontext-Menü- und Quelltext-Schutz
Es ist verständlich, dass man mit der Zeit stolz auf seine Seite geworden ist und man nicht möchte, dass deren Inhalte auf jede Provinzseite kopiert wird. Es gibt Tricks, die das verhindern sollen, z.B. das Oncontext-Menü beim Klick der rechten Maustaste blockieren oder Quelltextverschlüsselung.
Diese Maßnahmen werden aber immer öfter kritisiert. Wichtige Funktionen werden unterdrückt oder es dauert länger die Website zu laden, weil erst der Quelltext wegen der Verschlüsselung richtig gelesen werden muss. Dazu wirkt es kindisch, wenn man um jeden Preis seinen Inhalt "beschützen" möchte, da man den Schutz oftmals leicht umgehen kann. Man sollte stolz darauf sein, wenn jemand den Inhalt kopieren möchte. Das heißt natürlich nicht, dass wenn man eine Website mit dem eigenen Inhalt entdeckt, dass man das tolerieren muss. Nach einer Abmahnung nehmen die Betreiber in der Regel die Inhalte wieder von der Page. Sollten sie das aber trotz der Abmahnung nicht gemacht haben, kann man immer noch mit gerichtlichen Schritte drohen bzw. eingehen.
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