Feilschen am virtuellen Ladentisch

Gimahhot dreht den Spieß um.

Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Dies ändert jedoch nichts an meiner Überparteilichkeit.

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Der Dienst gimahhot.de ist gleich aus zweierlei Sicht interessant: Als Nutzer erhält man die Möglichkeit, anonym und direkt mit den Händlern zu feilschen und als Händler bietet das Angebot eine zusätzliche Vertriebsplattform.

Da ich das Konzept als äußerst interessant empfinde, möchte ich den Dienst in den folgenden zwei Kapiteln etwas näher beleuchten und gehe hierbei aus Nutzer- und aus Händlersicht heran. Denn trotz des frischen Konzeptes ergeben sich systembedingt Nachteile, die mit den Vorteilen abzuwägen sind.


Kunde ist König


Seien wir mal ehrlich: Wenn es um Markenware geht, regiert der Preis. Unzählige Preissuchmaschinen spammen den Google-Index zu. Unübersichtliche Rahmenbedingungen, variierende Versandbestimmungen und dubiose Shop-Anbieter machen diese dennoch schwer vergleichbar - es fehlt eine gemeinsame Plattform, die den Preis als einziges Bewertungsinstrument zulässt, indem die übrigen Rahmenbedingungen fest definiert sind.

Hier tritt nun Gimahhot auf den Plan. Im Grunde funktioniert das Prinzip ganz einfach: Entweder stöbert man durch die Kategorien oder gibt direkt auf der Startseite einen passenden Suchbegriff ein.

Hierbei fällt bereits jetzt auf: Es wird stark auf ein ansprechendes Design und Benutzerfreundlichkeit geachtet. Eine willkommene Abwechslung zu solchen Megaportalen wie Ebay, die aus ihren alten verwachsenen Strukturen nicht mehr rausfinden.

Gut suchen, aber schlecht finden?
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Den Suchalgorithmus sollte Gimahhot aber noch verbessern - sucht man beispielsweise nach der Wii von Nintendo, erscheint als erster Eintrag von einem Bildungsverlag ein Buch über Berufe der Lagerwirtschaft. Wie das so hoch geranked werden konnte ist mir schleierhaft. Aber auch sonst scheint es mit der Priorisierung noch etwas zu hapern: Die Konsole erscheint erst ab der zweiten Suchergebnisseite - vorher gibts viel Zubehör. Ein Tagging könnte dieses Problem lösen: Zubehör sollte auch als solches definiert sein und grundsätzlich hinter den Hauptartikeln gelistet werden - es sei denn man sucht nach "Wii Zubehör".

Wünsch dir was
Doch was tun, wenn der gesuchte Artikel nicht gelistet wird? Schön wäre eine Wunschliste oder das mögliche Anlegen von gesuchten Artikeln durch den Kunden, falls der gesuchte Artikel in der Börse nicht zu finden ist. So können auch Anbieter gezielt offene Anfragen bedienen - und das Sortiment automatisch erweitern. Hier gilt es von Gimahhot also noch nachzubessern.

Versandkosten und Preise
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Die Versandkosten sind in jedem Produkt inklusive. Das klingt zunächst vorteilhaft - immerhin schafft das offensichtlich Transparenz. Da der Anbieter als solcher in den Hintergrund tritt und jeder Artikel für sich allein berechnet und abgewickelt wird, geht für diesen die klassische Mischkalkulation (Pack- & Versandkosten gegen hohen Gesamtbestellwert) nicht auf. Das trifft vor allem Anbieter von Kleinartikeln oder margenschwachen Produkten. Dass es einige doch schaffen so kostengünstige Artikel anzubieten, lässt dort auf hohe Margen sowie geringe Lager- und Packkosten schließen.

Dennoch: Bei der Nintendo Wii liegt der Preis mit 260,94 € rund 10 € höher als bei Amazon - beides inklusive Versandkosten. Hier kommt Amazon sicher auch die eigene kräftige und durchoptimierte Logistik zu Hilfe. Wahrscheinlich ist aber, dass bei steigender Konkurrenz innerhalb des Gimahhot-Portals die Preise sinken werden.


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Bestellvorgang
Dieser gestaltet sich relativ simpel. Hat man ein passendes Angebot gefunden und ist mit dem Preis einverstanden, klickt man auf "sofort kaufen". Durch diesen klick hat man das Produkt natürlich noch nicht sofort gekauft - vorher gilt es noch einmal in einer Übersicht alle Angebotsbedingungen abzunicken. Leider erscheinen diese jedes mal in einer schmalen scrollbaren Box, so dass man sich diese bei jedem Bestellvorgang neu ansehen und absegnen muss - besser wären allgemeine Bestellbedingungen, die mit einem entsprechenden Datum die letzte Änderung kennzeichnen. Das gleiche auch bei einer etwaigen Gebotsabgabe.

Letzten Endes fiel die Entscheidung auf das antiquitierte Computer Spiel Deus-Ex-Invisible-War, welches es auf dem freien Markt bereits für weniger als 5 Euro zu kaufen gibt. Mehr als 3,10 € war ich letztenendes nicht bereit hierfür zu bezahlen - für den Anbieter sicher eine schwere Entscheidung ein Produkt in diesem Preissegment nochmals preislich zu reduzieren, zumal noch Versandkosten damit abgedeckt sein müssen. Da ich das Angebot so nicht wahrnehme, sondern einen niedrigeren Preis verlange gilt es erst auf die Entscheidung eines Anbieters zu warten, ob dieser dieses annimmt. Möchte ich mein Gebot zurückziehen geht das bequem über das Control-Pannel. Letzten Endes ist der Anbieter auf das günstigere Preisgebot jedoch nicht eingegangen.

Bezahlmodalitäten
Für Schnellkäufer ist das ganze System derzeit dennoch noch ungeeignet, da der fällige Betrag zunächst auf das Treuhandkonto von Gimahhot überwiesen werden muss. Nachnahmeversand fällt damit logischerweise auch raus.


Fazit
Für den Endkunden liefert Gimahhot eine spannende Plattform, die Lust auf mehr macht. Mehr Produkte, günstigere Preise, aber auch mehr Features. Wichtig ist, dass Gimahhot seinen Prinzipien einer aufgeräumten, benutzerfreundlichen Angebotsplattform treu bleibt.

Im Einkauf liegt der Gewinn


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Diese alte Binsenweisheit trifft auch hier für die meisten Händler zu - denn nur bei niedrigen Einkaufspreisen lassen sich vernünftige Margen bei attraktiven Verkaufspreisen erzielen. Bei Gimahhot tritt der Händler in den Hintergrund - es regiert allein der Preis. Damit verliert der Händler auch seine Identität. Qualitäten, wie Liefergeschwindigkeit, Service und Reklamationsabwicklung treten hauptsächlich in den Hintergrund.

Mit lediglich 3% Provision auf jeden verkauften Artikel ist Gimahhot jedoch äußerst moderat. Konkurrenten, wie Ebay oder auch Amazon mit seinem Partnerprogramm sind deutlich teurer. Hier schwingen aber noch die populären Marken als Werbeträger mit.

Nach der Anmeldung als Shoppartner und der manuellen Freischaltung durch Gimahhot erhält man per Email einen persönlichen Ansprechpartner und Informationen über das nötige Format der CSV-Datei. Praktisch: Diese wird dann regelmäßig vom Webspace des Shoppartners geladen, so dass Sortimentsänderungen entsprechend zeitnah bei Gimahhot übernommen werden. Längere Produkttexte bereiten hier allerdings noch etwas Probleme. Laut Gimahhot soll deren Technikabteilung aber bereits daran arbeiten.


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Automatisches Handeln
Gimahhot gibt dem Händler einige praktische Werkzeuge in die Hand, die den administrativen Aufwand enorm verringern. So sind automatische Preisnachlässe möglich, die flexibel auf die Gebote der User eingehen. Anders als bei den übrigen Preissuchmaschinen ermöglicht Gimahhot somit effektiver auf die Nachfrage zu reagieren.


Statistiken
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Bei der Optimierung der Angebotspreise helfen die übersichtlichen Auswertungstools - jedoch noch wenig aussagekräftig, da wegen des o.g. CSV-Import-Problems noch keine Produkte freigeschaltet sind.

Fazit
Mit einigen Kinderkrankheiten hat Gimahhot noch zu kämpfen. Für Händler bietet Gimahhot jedoch bereits jetzt eine komfortable Vertriebsplattform, die durch innovative Features und eine geringe Provision frischen Wind in den Markt bringt. Bleibt zu hoffen, dass sich auch die übrigen Preissuchmaschinen an dieser benutzerorientierten Lösung ein Beispiel nehmen und vor allem ihre Usabillity erhöhen werden - vor allem Ebay sollte sich hier ein Beispiel nehmen.

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